• Hopesister

Wenn alles fällt werden wir festgehalten.

Von Rebekka

Foto Credit Kinga Cichewicz

Es ist wieder eine dieser Nächte. Die Tränen kullern über meine Wangen auf mein Kopfkissen. Da ist Schmerz, innerlich kann ich nicht aufhören zu schreien. Mein Herz blutet – die Wunde klafft erneut.

Loslassen, es scheint als beginnt es von vorne und scheint kaum ertragbar. Endgültigkeit die mich wieder mit voller Wucht trifft und zerreißen möchte. Wieder geht ein Jahr – es ist die Nacht vor meinem 32. Geburtstag.


Seit mein kleiner Schatz, den ich nur so wenige Minuten bei mir haben konnte, bevor ich mich für immer von ihm verabschieden musste, unser Himmelskind wurde sehe ich wenig Sinn darin meinen Geburtstag zu feiern. Es ist gar nicht so, dass ich mich nicht über mein Leben freue. Doch alle lieb gemeinten Wünsche scheinen mir so nichtig geworden zu sein, wo doch mein größter Wunsch nie in Erfüllung gehen wird. Es tut mir weh, dass ich am nächsten Morgen mit Wünschen überhäuft werde, mit denen ich nichts anfangen kann. Es tut mir im Vorfeld weh, gute Laune vorspielen zu müssen, um keine Spielverderberin zu sein, um keinen unangenehmen Fragen ausgesetzt zu sein.


Ich frage mich, um wen geht es hier eigentlich? Warum spricht keiner aus, wonach meine Seele lechzt? Merkt es denn keiner? So fühlt es sich an, wenn dir das heilige genommen wird und du damit lebst. Es hämmert und pocht in meinem Kopf immer lauter. Ich nehme um mich herum nichts mehr wahr. Hier ist nur noch mein eigenes Ich. Ich bin zu schwach um zu beten.

Das einzige, was ich formulieren kann ist: „Jesus hilf mir.“ Dann harren, schreien, aushalten, atmen, irren flehen, spüren, verweilen, ringen, klagen. Ich höre ein leises Flüstern. Ich kann es kaum hören. Doch es wird lauter und treibt nach und nach meine Verzweiflung in den Hintergrund. „Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte.“ Jer 31,3. Für mich hatte dieser Vers immer nur mit dem Tod zu tun. Und plötzlich sind meine Gedanken glasklar. Steh ich nicht genau da, an der Schwelle zwischen Leben und Tod. Bin nicht ich diejenige die entscheiden kann, ob sie in dieser Nacht dem Tod, der Gottesferne die Macht gibt oder mit Jesus der Ewigkeit entgegengeht. Dorthin wo mein Himmelskind wartet.

Die Stimmen in mir werden lauter, verdrängen die Dunkelheit nach und nach. „Ich bin da, ich helfe. Du darfst liegen bleiben, auf der Stelle sein. Ich selbst trage dich von der Stelle weg in den nächsten Morgen. Lass es einfach zu.“ Das ist es geliebt zu werden. Sein Versprechen: Wenn alles fällt werden wir festgehalten. Ich bin geliebt in dieser für mich Unvollkommenheit. Gott will mich nah an seinem Papaherz. Er zieht mich an und genau deshalb darf dieses flüstern lauter werden.


Ich beschließe aufzustehen und unsere Lobpreisplaylist anzustellen. Überwältigt sitze ich da und staune, hier werde ich mit gutem überschüttet: He has overcome! You take what the enemie want for evil and you turn it for good! You are the God of life! Die Ewigkeit ist mein Zuhause! Even when my strengh is lost I praise you! Es sind diese Liedzeilen die mich aus dem Selbstmitleid in die Gegenwart Gottes ziehen. Er will mir hier in meinem größten Schmerz ganz nahe sein. Und er ist es. Er stillt meine Sehnsucht mit seinem tiefen Frieden.

So gehe ich zurück in mein Bett. Die Tränen auf meinem Kopfkissen sind getrocknet, dennoch weiß ich das keine einzige davon umsonst geweint ist. „Du zählst alle meine Klagen und sammelst alle meine Tränen in einem Gefäß. Ja, du hast jede einzelne in deinem Buch festgehalten.“ Psalm 56,9.


Momente mit Jesus kann man nicht unbedingt planen. Erwarte das Unerwartete. Ich habe es erlebt im Angesicht des Todes. Lass diese Wahrheiten auch in deinem Leben Realität werden. Jesus hilf mir – das zu beten genügt!


Und so ist genau das mein Gebet für deine dunkle Nacht.


Vater im Himmel. Dein Name für immer. Dein Königreich komme. Dein Wille geschieht. Du bist der Versorger. Und weißt, was wir brauchen. Wir wollen vergeben. So wie Du vergibst. Wir wollen mehr von dir sehen. Lass deine Herrlichkeit regnen. Wir wollen mehr von dir sehen. Mehr von dir. Mehr von dir. Auch in Versuchung. Bist du uns vor Augen. Denn Du bist Erlöser. Ein Retter in Not. Dein ist das Reich und die Kraft und die Ehre. Für immer und ewig. Amen Wir wollen mehr von dir sehen. Lass deine Herrlichkeit regnen. Wir wollen mehr von dir sehen. Mehr von dir. Mehr von dir. Wir glauben fest. Wir glauben fest. Wir glauben fest. Unser Vater ist Liebe.

AMEN


Deine Rebekka


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